Ausführen einer virtuellen Maschine

Dieses Quickstart beschreibt die Möglichkeit OSGeo-Live innerhalb einer Virtuellen Maschine (VM) laufen zu lassen. Für andere Methoden folgen Sie bitte den Links weiter unten im Bereich „Weiterführende Links“.

Vorteile einer Virtuellen Maschine

  • Die Antwortzeiten einer VM sind viel schneller als die einer DVD und vergleichbar mit einer direkten Installation auf einem Hostrechner.
  • Alle Konfigurationsanpassungen, Softwareaktualisierungen und gespeicherte Dateien sind permanent, so wie auf einem normalen Computer. Daher
  • können Sie das System anpassen und aktualisieren
  • können Sie ihre Anpassungen innerhalb der VM speichern
  • können Sie zusätzliche Software installieren
  • Sie können die gesamte Virtuelle Maschine sichern.

Systemvoraussetzungen

  • RAM: mindestens 2 GB. Das Lubuntu System läuft gut mit 1 GB RAM, es werden mindestens ebenso viel RAM für das Gastsystem benötigt. So werden 2 GB für reibungslosen Einsatz benötigt. Einige Anwendungen, wie z.B. der GeoServer, benötigen mindestens 2 GB RAM. Sie sollten daher der Virtuellen Maschine mindestens 2GB zur Verfügung stellen.
  • Freier Festplattenspeicher: Die Virtuelle Maschinen Datei (vmdk) von: live.osgeo.org ist entpackt etwa 10 GB groß. Sie benötigt noch weiteren Speicher, um Arbeiten auf der Virtuellen Maschine zu ermöglichen. So sind 20 GB Speicher eine gute Empfehlung.
  • CPU: Jede CPU reicht aus, doch ist ein Prozessor, der „Virtualization Technology“ unterstützt schneller. Sie können ihre CPU hier prüfen.

Die meisten Maschinen, die in den letzten 4-5 Jahren produziert wurden, erfüllen die Anforderungen.

Die Einrichtung

Downloads

Laden Sie Virtual Box für ihr System herunter und installieren Sie die Software. Durchlaufen Sie unter Windows den Installer. Führen Sie unter Ubuntu-ähnlichen Linux Systemen den folgenden Befehl aus:

apt-get install virtualbox-ose

Laden Sie die OSGeo Virtual Disk Datei (vmdk) von live.osgeo.org herunter. Klicken Sie auf den „Download Virtuelle Maschine“ Button. Entpacken Sie die heruntergeladene Datei (nutzen Sie dazu 7zip ).

Erzeugen einer Virtuellen Maschine

Starten Sie die VirtualBox Anwendung und klicken Sie auf den Neu Button, um eine neue VM zu erzeugen, klicken Sie anschließend auf weiter.

../../_images/virtualbox.png

Geben Sie einen Namen für die VM wie beispielsweise OSGeo-Live ein, und wählen Sie Linux als „Operating System“ und Ubuntu als „Version“.

../../_images/virtualbox_select_name.png

Setzen Sie im nächsten Fenster den Speicher auf 1024 MB (oder mehr, wenn ihr Gastrechner über mehr als 4GB verfügt).

../../_images/vmdk_memory.png

Gehen Sie zum nächsten Fenster und wählen Sie „Bestehende Festplatte verwenden“. Klicken Sie nun auf den Button (ein Ordnersymbol), um zu dem Speicherort der OSGeo-Live vmdk-Datei zu gelangen. Wählen Sie diese Datei aus und klicken Sie weiter und Erzeugen.

../../_images/vmdk_disk.png

Konfigurationstipps

Sobald die VM erzeugt wurde, klicken Sie auf den Einstellungen Button. Gehen Sie im Bereich „Allgemein“ zum Reiter „Erweitert“ und klicken Sie „Show at top of screen“ zur Anzeige der Werkzeugleiste im oberen Bereich.

../../_images/vmdk_general_advanced.png

Wechseln Sie zum Abschnitt „Display“ und erhöhen Sie den Videospeicher auf 32 oder 64 MB. In einigen Hostbetriebssystemen kann es erforderlich sein, „3D-Beschleunigung aktivieren“ zu aktivieren, damit die Anzeige ordnungsgemäß funktioniert.

../../_images/vmdk_display.png

Gehen Sie außerdem in den Bereich „Gemeinsame Ordner“ und klicken Sie „Ordner hinzufügen“ (grünes Ordnersymbol mit Plus auf der rechten Seite) und wählen Sie ein Verzeichnis auf ihrem Gastrechner aus, das Sie innerhalb der VM freigeben möchten.

../../_images/vmdk_shared_folders.png

Dabei können gemeinsame Ordner wahlweise nur lesend und automatisch verbunden werden. Klicken Sie ok, sobald der „Ordnerpfad“ und „Ordnername“ definiert wurde und nochmals OK, um die Einstellungen zu speichern und das Fenster zu schließen.

Start der Virtuellen Maschine

Starten Sie nun die VM durch Klicken von Start (grüner Pfeilbutton).

Sie sollten die Virtualbox-Gast-Erweiterung installieren, um den Vollbildmodus verwenden können.

sudo apt-get install --yes virtualbox-guest-dkms virtualbox-guest-utils virtualbox-guest-x11

Wenn Sie die Iso auf der VM installieren, muss der Benutzername auf „user“ festgelegt werden.

Der Benutzer „user“ ist kein Mitglied der Gruppe „user“ auf der virtuellen OSGeoLive-Maschine. Dadurch wird verhindert, dass einige Tools in das Datenverzeichnis schreiben, und es kann verhindert werden, dass Software nicht gestartet wird.

Die Lösung besteht darin, den vmdk mit der folgenden einmaligen Aufruf zu beheben:

  1. Starten Sie ein Terminal.
  2. Führen Sie „sudo adduser user users“ aus.
  3. Wenden Sie diese Änderung an, indem Sie eine neue Desktopsitzung starten: Starten Sie entweder die virtuelle Maschine neu oder melden Sie sich ab und melden Sie sich wieder an (Benutzername „user“, Kennwort „user“).

Fügen Sie ihren Benutzer sobald das OSGeo System startet zur vboxsf Gruppe hinzu, so dass auf die gemeinsamen Ordner (siehe oben) zugegriffen werden kann. Öffnen Sie dazu ein Befehlsfenster:

user@osgeolive:~$ sudo usermod -a -G vboxsf user

Im oberen Beispiel wurde ein gemeinsamer Ordner auf dem Gastrechner mit Namen „GIS“ in den VM Einstellungen definiert. Der gemeinsame Ordner wird im Dateisystem unter /media/sf_GIS/ auftauchen. Um das Verzeichnis in das Home-Verzeichnis zu leiten, geben Sie Folgendes im Befehlsfenster ein:

user@osgeolive:~$ mkdir GIS

user@osgeolive:~$ sudo mount -t vboxsf -o uid=user,rw GIS /home/user/GIS

Nun sind Dateien in diesem Verzeichnis auf ihrem Rechner auch in der VM im „GIS“-Verzeichnis im Home-Verzeichnis des Benutzers user verfügbar.